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Geltinger Birk: Wildnis am Rand der Flensburger Förde |
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von Claudia Ermel |
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Naturschutzgebiet Geltinger Birk |
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Auf der Landkarte erscheint es fast wie Niemandsland, Menschen wohnen nur wenige am Naturschutzgebiet Geltinger Birk. Dafür sorgen hier seit Beginn des Auswilderungsprojektes im Jahr 2003, Wildpferde und Robustrinder für eine Vermehrung der hiesigen Population. Sie sollen nämlich Salzwiesen und Heidelandschaft auf natürliche Weise im Zaum halten. Offene Beweidung statt Rasen mähen und Unkraut jäten also! Damit wir auch in 100 Jahren noch eine Vorstellung davon haben, was Natur in ihrem Facettenreichtum bedeutet.
Den Wildpferden und Rindern begegnen wir später auch wirklich auf unserer Rundwanderung, die bei schönem Wetter in Falshöft, ansonsten auch an der Mühle Charlotte vom Parkplatz aus gestartet werden sollte. In beiden Orten befinden sich Parkplätze, in Falshöft zudem ein kleiner Badestrand mit feinrieseligem Sand, an dem man sich nach der 12 bis 14 Kilometer langen Tour je nach Wahl der Verbindungswege im Ostseewasser erfrischen kann. Wem die Strecke zu lang ist, der kann an den Wegkreuzungen auch Hinweisen zu kürzeren Rundwegen folgen. Auch eine Fahrradtour ist hier möglich.
Vom Leuchtturm Falshöft gehen wir erst einmal direkt am Naturstrand entlang, klettern dann bald auf den niedrigen Strandwall, auf dem ein Rad- und Wanderweg verläuft. Das Meer auf der rechten, die Weidelandschaft mit einer Vielzahl von Kräutern, Gräsern und Sträuchern an unserer linken Seite. Möwengeschrei, das an lärmende Kinder erinnert, übertönt manchmal sogar das aufgeregte Tschierpen und Zwitschern im Gebüsch. Im Geltinger Birk rasten und nisten rund 170 verschiedene Vogelarten. Graugans, Knäkente und Neuntöter sind hier zuhause. Andere Spezies, wie die Eiderenten, nutzen das Gebiet zur Rast auf ihren alljährlichen Zügen aus nordischen Ländern. Wir beobachten die gelassen grasenden Nachfahren der Koniks
so heißen die osteuropäischen Wildpferde, und werden von neugierigen Rindern beäugt, die in einem schattigen Hain leckere Wildkräuter mampfen. Etwas später erblicken wir auch noch ein Highland Rind, das in friedlicher Eintracht mit den Wildpferden im Schilf steht.
Kurz vor dem äußersten Punkt von Förde und Birk biegt der Rundweg ab, führt über alte Strandwälle und Salzwiesen. Zur NABU Infohütte weist ein kurzer Abzweig. Hier kann man durch ein fest stehendes Fernglas Eiderente und Graugans in der angrenzenden Lagune beobachten. Danach tauchen wir in ein Wäldchen ein. Ab der Mühle Charlotte, einer alten Windmühle aus dem Jahr 1794 zur Entwässerung der Birk, führt die Rundtour durch blühendes Wiesen- und Weideland. Duftsymphonien, die an Honig und Glühwein erinnern, begleiten uns.
Zurück in Falshöft führt uns der Weg an adretten Feriendomizilen vorbei. Schilder von sanften Heilmethoden und esoterischer Literatur lassen ahnen, dass hier nur friedliebende Menschen wohnen. Blühende Vorgärten säumen die Straße. Im Ort kann man sogar Tüten für die Hundekacke aus einem Automaten ziehen
Menschen benutzen bitteschön das ausgewiesene WC. Die Integrierte Station des Naturschutzbundes sitzt im Lotsenhaus und informiert über den Artenreichtum der Birk. Der Weg führt wieder direkt zum Strand. Ein schmucker Leuchtturm reckt sich in den endlosen Himmel. Hier kann neuerdings auch geheiratet werden. Die romantische Kutschfahrt um die Halbinsel muss man dann allerdings beim NABU buchen naturkundliche Belehrungen inklusive. |
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Kontakt zur Buchung von
geführten Wanderungen und Kutschfahrten:
Tel. 04321 537 34
www.NABU - Geltinger-Birk.de
Anfahrt aus Richtung Kappeln
auf der B 199 nach Gelting.
Hier abbiegen Richtung
Falshöft. |
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