Strandspaziergang in Eckerförde
von Claudia Ermel
Strandläufer entspannen besser
Sommer – Sonne – Meer: Die Ostseeküste Schleswig Holsteins lädt zum Baden, Wandern, Faulenzen ein. Zum Beispiel in der Eckernförder Bucht

Zahlreiche Routen für schöne Strandspaziergänge bietet die kleine Hafenstadt Eckernförde, denn von hier aus verläuft in beide Richtungen der Strandweg immer am Meersaum entlang. Ob es den Ausflügler eher gen Süden nach Dänischer Wohld und Schwedeneck oder nach Norden über die Halbinsel Schwansen Richtung Damp zieht, oder ob er direkt an Hafen und Promenade schlendern will: Schuhe aus und mit den nackten Füßen im Sand wühlen, geht hier immer. Schon der Stadtstrand mit Promenade erstreckt sich über 2 km. Wer Richtung Schwansen laufen will, um die Halbinsel zwischen Schlei und Ostsee kennen zu lernen, der spaziert hinter Hemmelmark bis nach Langhorst an Wochenendhäusern und mehreren Campingplätzen vorbei. Die liegen idyllisch an eiszeitlichen Seen, die nur ein schmaler Streifen Strand vom Meer trennt. Hier läuft es sich gut unten am Wasser entlang, oder auch parallel dazu, direkt an den Seen.

Die andere Seite der Eckernförder Bucht wirbt mit Walking-Routen bis zum Schwedeneck. Gleich zwei Europäische Fernwanderwege folgen der Küste kilometerweit. Wer will, kann direkt am Meer bis Kiel / Schilksee marschieren, teils unterhalb, teils oberhalb der Steilküste. Den „Logenplatz an der Ostsee“ im Dänischen Wohld hat ohne Zweifel der Campingplatz in Surendorf. Von hier fährt sogar stündlich ein Bus nach Kiel, das nur 20 km entfernt liegt. Campingplatz und Strandsauna liegen direkt vor dem breiten Sandstrand. Die Straße mit abschließendem (gebührenpflichtigen) Parkplatz führt bis zum Strand. Von da aus lässt es sich Richtung Osten immer unten auf dem Sandstreifen entlang spazieren, während sich rechter Hand ganz langsam die Steilküste anhebt. Hundestrand, Beach-Bar und einsame Strandabschnitte reihen sich aneinander. Oberhalb lockt ein lichter Buchenwald, durch den der Steilküstenweg führt. Dort trifft man auch immer wieder auf Bänke zum Ausruhen und mit Exklusiv-Blick über die Förde. Vis a Vis zeigt sich bei guter Sicht das Ostseebad Damp, das wie eine weiße Festung am Horizont aufragt. Am höchsten Punkt, auf der Höhe von Dänisch Nienhof, erreicht die Steilküste 30 m. Unten an der Wasserlinie erstreckt sich der Sandstrand der Gemeinde Schwedeneck insgesamt über 16 km. Feinsandig und relativ flach ins Meer abfallend, lädt er dazu ein, unterwegs auch mal kurz ins Wasser zu springen.

Wer aber lieber in Eckernförde bleiben will, findet bereits an der Strandpromenade genügend Möglichkeiten für schöne Strandspaziergänge. Am Nordufer der Förde beginnt der Spaziergang mit der Borbyer Promenade und sorgt mit zahlreichen Skulpturen für Überraschungen. Da klimpert im Wind ein Metallwimpel, am renaturierten Lachsenbach tummeln sich Lachse aus Stein. Am anderen Ufer ragt die Eckernförder Nixe in den Himmel, eine dürre Metalldame mit Fischschwanz und schweren Brüsten. Und nahe dem Kurzentrum windet sich eine weitere Variation der Nixe durch die Wiese. Dazwischen die Holzbrücke, die zum Hafen führt, hinter dessen Ausfahrt mit dem Leuchtturm der Stadtstrand beginnt. Hier erreicht man, immer am Wasser entlang, Kurzentrum, Wellenbad und Galerie Nemo, wo es Werke nordischer Künstler zu kaufen, oder auch zu mieten gibt.
Und wer sich lieber ausruhen will, der kann einfach einen Strandkorb mieten und dem friedlichen Plätschern der Ostsee lauschen.

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www.ostseebad-schwedeneck.de
www.eckernfoerde.de