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Beim Flensburger Weihnachtsmarkt so richtig „einheizen“ |
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von Claudia Ermel |
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Flensburger Hafenansicht |
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Als nach der Weichseleiszeit der Baltische Eisstausee zu unserer heutigen Ostsse wurde, frästen die abfließenden Urströme tiefe Risse in den Küstenstreifen. Diese Einschitte, die sich weit ins Landesinnere gruben, bezeichnen wir heute als Förden. Die nördlichste Förde Schleswig Holsteins befindet sich direkt an der Grenze zu Dänemark. Auf einer Länge von 34 Kilometern verengt sie sich vom Meer kommend immer mehr und endet schließlich in einem schmalen Hafenbecken, das eingerahmt von der quirligen Stadt Flensburg schöne Ausblicke gewährt.
Durch abwechslungsreiche Landschaft, durchzogen von Buchenwäldern an sanften und steileren Hängen, die den Uferstreifen zur Fördeeinfahrt säumen, nähert man sich allmählich von See kommend, der Stadt. Dort kann man beiderseits des Hafenbeckens am Ufer flanieren und hat den freien Blick auf Hafen, Museumsberg, die belebte Hafenstraße und auf die dänisch anmutenden Kaufmannshäuser, die sich am steilen Ufer entlang fädeln.
Zur Adventszeit weht hier oft eine steife Brise. Doch im historischen Stadtkern, zwischen Norder- und Südermarkt, kann man sich zwischen Glühwein- und Bratwurstbuden wärmen. In der gesamten Fußgängerzone, und auch jenseits davon, ist Weihnachtsmarkt. Glühweinstände gibt es besonders viele, wegen der steifen Brise, und nicht zuletzt wohl, weil so viele Dänen herkommen. Denn Flensburg, einst dänisches Gebiet, ist heute noch zweisprachig. Immerhin hat hier 400 Jahre lang der dänische König regiert. Original dänische Hot Dogs gibt es deshalb auch auf dem Flensburger Weihnachtsmarkt.
Wer vor allen Dingen wegen des Weihnachtsmarkts, wegen des guten Grogs oder der Dänischen Lakritze herkommt, sollte dennoch dem Museumshafen einen Besuch abstatten. Dort liegen etwa 20 alte Segelschiffe in Reih und Glied vor Anker. Ein markanter Holzkran an der Museumswerft ist der Nachbau eines Modells von 1725. Einst wurde er zum Kielholen kleinere Handelsschiffe gebraucht. Das ist eine regelmäßige Reinigung der Schiffsunterseite. Entlang der Kaimauer erläutern Schautafeln ausführlich die Verwendung des alten Krans.
In der Museumswerft wird immer noch geschafft. Man kann in einer offenen Halle zusehen, wie ein Bootskörper entsteht, und in der Musterwerkstatt wird gehämmert und Präzisionsarbeit geleistet. Nur die Taue werden nicht mehr von den Reepschlägern gefertigt. Zwar gibt es auch in Flensburg, wie in vielen anderen Hafenstädten, noch eine Reepschlägerbahn. Doch wird hier schon lange kein Reep mehr geschlagen und verarbeitet.
Nicht weit vom Museumshafen entfernt legt die Fähre nach Glücksburg ab. Einen Besuch des schönen Wasserschlosses sollte man aber lieber auf den Sommer verschieben. Denn das angrenzende Rosarium mit mehr als 500 verschiedenen Rosensorten ist im Winter aus verständlichen Gründen geschlossen.
Da geht man doch lieber, der Jahreszeit entsprechend, ins Rum-Museum, das eine separate Abteilung des Schifffahrtsmuseums an der Schiffbrücke bildet. „Vom Eichenfass bis zum Grogglas“ lautet der Werbeslogan des Museums, und der Nachbau einer historischen Flensburger Rumbrennerei ähnelt so sehr dem Original, dass man sich glatt den Kopf anstößt an den niedrigen Decken, wenn man nicht aufpasst. Man sollte also lieber erst hinterher auf den Weihnachtsmarkt gehen!
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www.flensburg-tourist.de
Touristinformation
Tel. 0461-9090920
Anfahrt:
Über die A7 Richtung Norden,
zwei zentrale Parkplätze
am Hafendamm neben den Bahngleisen
Termin Weihnachtsmarkt Flensburg:
26.11. bis 30.12.2007 |
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